Medizinisches Versorgungszentrum ein Zukunftsmodell?

SPD-Bürgertreff zur gesundheitlichen Versorgung und dem Artenschutz

Vilsbiburg: Zur Sicherstellung der ambulanten und stationären medizinischen Versorgung der Kranken in und um Vilsbiburg, gab Zweiter Bürgermeister Johann Sarcher einen Sachstandbericht. Diskutiert wurde auch das am 31. Januar beginnende Volksbegehren zum Artenschutz.

Auch wenn Gesundheitsminister Jens Span (CSU) keine Namen nannte, so war seine Aussage bei seinem Besuch in Landshut im letzten Jahr: „Doppelversorgungen in einer Region müssen aufhören“, doch für unsere Region alarmierend. Zusätzlich zeigte sein Ansinnen, die ohnehin schon überlasteten Pflegekräfte zur Mehrarbeit zu motivieren ̧ dass er die hervorragende Arbeit von Ärzten und Pflegekräften in unseren Krankenhäusern falsch beurteilt, meinte Johanns Sarcher zu Beginn seiner Ausführungen. Auf das Krankenhaus Vilsbiburg eingehend freute er sich, dass nun im Frühjahr mit dem Bau der Op.-Säle begonnen werde. Hier sei mit Kosten von 31,250 Millionen Euro zu rechnen. Nach Abschluss der Maßnahme im Frühjahr 2021 könne dann mit der Sanierung der Stationen begonnen werden. Auch in der Gynäkologie habe sich einiges getan. Das Versorgungskonzept Hebammenkreißsaal wurde in Vilsbiburg gut angenommen. Man sehe das auch an den gestiegenen Geburtenzahlen. Der angespannte Fachärztemangel bei Frauenärzten kann nun durch die Möglichkeit der ambulanten Behandlung im Krankenhaus etwas entspannt werden, meinte Sarcher. Sarcher freute sich auch, dass er Dr. Mohamad Dost überzeugen konnte, sein Medizinisches-Versorgungs-Zentrum (MVZ) in Vilsbiburg zu errichten. Er erklärte die Einrichtung so: Ein medizinisches Versorgungszentrum sei eine ärztlich geleitete Einrichtung, in der Ärzte, die in das Arztregister eingetragen sind, als Angestellte oder Vertragsärzte tätig sind. Möglich seien sowohl fachübergreifende MVZ, z.B. zwischen Allgemeinmedizinern und Fachärzten. Eine solche Einrichtung biete dem Betreiber, etwa durch im Regelfall zu erwartende Gewinne sowie einer Aufteilung der Kostenlast, aber auch den Patienten eine ganze Reihe von Vorteilen. Letztere profitieren beispielsweise von einer qualitativ hochwertigen Versorgung aus einer Hand, besseren Öffnungszeiten und flexibleren Urlaubsvertretungen. Angesprochen wurde auch das Volksbegehren zum Artenschutz. Hierzu konnte Stadträtin Theresa Bergwinkl darauf hinweisen, dass sich MdL Ruth Müller (SPD) in ihrer Eigenschaft als Mitglied im Landwirtschaftsausschuss sehr für den Artenschutz und für ein reines Grundwasser einsetze. Gerade der Schutz der Bienen liege ihr sehr am Herzen. Sie pflegt hier viele Verbindungen mit heimischen Imkern um deren Sorgen in die Landtagsarbeit mit einzubringen. Bergwinkl meinte weiter: „Jedes Insekt hat seine Aufgabe.“ Man könne das Insektensterben noch aufhalten – aber da müssen sich alle daran beteiligen. Sie rief deshalb dazu auf, dass sich ab dem 31. Januar alle Bürger und Bürgerinnen in die im Rathaus aufliegenden Listen zum Volksbegehren eintragen lassen. "Personalausweiss nicht vergessen!"